Sheila Furlan

Sheila Furlan arbeitet mit einem Material, das kaum Widerstand leistet – und gerade deshalb eine enorme Präsenz entfaltet: Seide.

In ihren textilen Arbeiten entstehen fragile Raumkörper, durchlässige Hüllen und schwebende Formen, die weniger Objekt als Zustand sind. Furlan umspannt Leere, macht das Unsichtbare sichtbar und lässt Zwischenräume entstehen. Ihre Werke wirken wie Erinnerungen – zart, flüchtig, beinahe traumhaft. Und doch besitzen sie eine starke körperliche Präsenz im Raum.

Die Künstlerin interessiert sich nicht für Abbilder von Menschen oder Objekten, sondern für das, was ihn umgibt: Hülle, Schutz, Grenze, Übergang. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Stofflichkeit und Entmaterialisierung, zwischen Innen und Außen, zwischen Nähe und Distanz.

Seide wird dabei zum Träger von Licht, Schatten und Bewegung. Je nach Perspektive verändern sich die Werke, reagieren auf Umgebung und Betrachtende – sie sind nie statisch, sondern im Dialog mit dem Raum.

Sheila Furlans Arbeiten laden zum Innehalten ein. Sie eröffnen eine leise, poetische Ebene – eine stille Zwiesprache zwischen Material, Raum und Empfinden.

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Susanne Kraisser

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Jörn Grothkopp